Mittagsschlaf - Fluch oder Segen?

Viele Eltern stehen irgendwann vor der Herausforderung, dass das Kind abends oft einfach nicht müde ist. Dann stellen wir uns oft die Frage:

Braucht mein Kind noch einen Mittagsschlaf oder macht der nur die Nächte kürzer?

Im ersten Lebensjahr ist der Mittagsschlaf noch unverzichtbar. Babys verarbeiten viele Eindrucke, unter anderem der Start in den Kindergarten oder bei einer Tagesmutter.

Ihr Gehirn entwickelnd sich rasant. Ohne ausreichend Schlaf, sind sie schnell überreizt und quengelig. Doch je älter Kinder werden, desto mehr verschiebt sich ihr Schlafbedarf.

Viele Kinder reduzieren mit 15 bis 18 Monaten von 2 auf einen Mittagsschlaf. Manche Kleinkinder schlafen noch mit drei Jahren mittags gern, andere brauchen ihn schon deutliche früher nicht mehr. Beides ist völlig normal!

Anzeichen, dass dein Kind vielleicht keinen Mittagsschlaf mehr braucht:

  • Dein Kind schläft abends erst spät ein, obwohl es müde wirkt.
  • Es liegt mittags lange wach und findet nicht richtig in den Schlaf.
  • Es wacht nachts häufiger auf, obwohl es vorher durchgeschlafen hat.

Doch Vorsicht: Manche Kinder wirken gegen Nachmittag überdreht und unruhig. Sind schlecht gelaunt und haben Wutanfälle wie aus dem Bilderbuch. Dann lohnt es sich, zumindest eine „Ruhepause“ einzubauen. Eine Geschichte lesen, kuscheln oder leise Musik hören.

Für die Eltern ist es oft das größte Dilemma.

Der Mittagsschlaf ist manchmal die einzige Pause am Tag.

Plötzlich wegfallen Mittagsruhe kann eine enorme Umstellung sein – nicht für für die Kinder, sondern auch für euch Eltern.

Mein Tipp:

Beobachte dein Kind. Teste langsam aus, ob es ohne Mittagsschlaf zurecht kommt. Vor allem wen die abendliche Situation eine zu große Belastung ist.
Die Kinder brauchen eine Übergangszeit, in der sie nur noch alle paar Tage schlafen. Und keine Sorge: Selbst wenn der Mittagsschlaf wegfällt, wachst dein Kind da hinein. Oft dauert es nur ein paar Wochen, bis sich der neue Rhythmus eingespielt hat.

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